Ingrid Kern
Vita
1966 - 1978 Mitarbeiterin im Büro Dr. Binder/Berlin - Bearbeitung von Hochbau- und Innenraumaufgaben, Farbgestaltung von Innenräumen und Fassa-den; Kunstberatung und künstlerische Tätigkeit; wissenschaftliche Untersuchung über den „Raum in der Architektur“
Seit 1978: Eigenes Büro in München, thematisch wie regional vielfältige Tätigkeiten auf dem Gebiet der Innenarchitektur mit Bearbeitung von Farb-, Material- und Beleuchtungskonzepten; Entwicklung von Kunstpro- jekten
Seit 1980: Experimente mit Projektion und Vergrößerung von Objekten in Dia-Trägern (Dia-Gramme)
Juli 2006: Ausstellung in der Akademie Schloss Hohenkammer
Oktober 2006: Ausstellung mit Michael von Bally: „Kunst im Verlag“, Verlagsgruppe Hüthig-Jehle-Rehm in München
Februar 2007: Ausstellung mit Michael von Bally im Kloster Hegne am Bodensee
Januar 2008: Ausstellung in der Praxis Dr. Durstewitz, Pullach
April – Mai 2008: Ausstellung mit Michael von Bally im Bürgerhaus Pullach
Juni – August 2008: Ausstellung in der Reha-Klinik Bad Boll
Oktober 2008 – April 2009: Ausstellung bei Casa-Möbel in München
März-April 2009: Ausstellung in der Galerie 2art, München
Ornamente der Natur
Die Arbeiten von Ingrid Kern stehen in unmittelbaren Zusammenhang mit der kameralosen Fotografie. Sie hat jedoch für sich eine ganz eigenständige, von Ihr auch technisch umgesetzte Betrachtungsweise entwickelt, die in einer langen Tradition steht. Die Bezüge zur Historie der Fotografie liegen auf der Hand, sind jedoch in keiner Weise die Intentionen der Fotografin, die eigentlich keine ist, weil Innenarchitektin. Und so gibt es für Ihre Arbeiten keine Vorbilder, noch Anleihen bei der Bildenden Kunst.
Wenn man so will sind Ingrid Kerns Bilder autark. Die Stücke werden in der Natur gesammelt, sind Fundstücke des eigenen Lebensraumes. Es sind Wiesen- und Gartenblumen. Als Ganzes und in Teilen: Blätter, Blüten, Staubgefäße. Es können auch kleine Lebewesen sein; Insekten oder eine Heuschrecke. Oder die banalen Dinge des Alltags, die bei genauem Sehen Ihr Eigenleben entwickeln: Bändel, Schnüre und Netze, in denen Lebensmittel verpackt werden. Erst seit kurzer Zeit beschäftigt sich Ingrid Kern mit diesem Mikrokosmos alltäglicher Dinge. Und es ist Ihr zur wahren Obsession geworden, die ständig neue Formen gebiert.
Ingrid Kerns Bilder leben von der Wechselbeziehung zwischen Profession und freier Tätigkeit. Wer ein Gefühl für Räume hat, weiß auch Flächen zu gestalten. Wer für Fassaden und Innenräume Farbkonzepte entwickelt, der kann seine eigenen Bilder aus dem Kopf in die Realität holen. Ingrid Kerns Diagramme, wie Sie Ihre Arbeiten folgerichtig nennt, weil sie den Fotoapparat nicht benötigen, erschließen einen Kosmos, der auf diese Weise nie bewusst wahrgenommen wird. Das Auge muss sich dem eines Insektes angleichen und die Welt aus dessen Sicht sehen.
Und doch sind Ingrid Kerns Bilder keine Naturfotografie. Es sind die Sehstücke einer unbekannt fernen und doch so nahen Welt.
Hans-Eberhard Hess
Herausgeber von Foto International
1966 - 1978 Mitarbeiterin im Büro Dr. Binder/Berlin - Bearbeitung von Hochbau- und Innenraumaufgaben, Farbgestaltung von Innenräumen und Fassa-den; Kunstberatung und künstlerische Tätigkeit; wissenschaftliche Untersuchung über den „Raum in der Architektur“
Seit 1978: Eigenes Büro in München, thematisch wie regional vielfältige Tätigkeiten auf dem Gebiet der Innenarchitektur mit Bearbeitung von Farb-, Material- und Beleuchtungskonzepten; Entwicklung von Kunstpro- jekten
Seit 1980: Experimente mit Projektion und Vergrößerung von Objekten in Dia-Trägern (Dia-Gramme)
Juli 2006: Ausstellung in der Akademie Schloss Hohenkammer
Oktober 2006: Ausstellung mit Michael von Bally: „Kunst im Verlag“, Verlagsgruppe Hüthig-Jehle-Rehm in München
Februar 2007: Ausstellung mit Michael von Bally im Kloster Hegne am Bodensee
Januar 2008: Ausstellung in der Praxis Dr. Durstewitz, Pullach
April – Mai 2008: Ausstellung mit Michael von Bally im Bürgerhaus Pullach
Juni – August 2008: Ausstellung in der Reha-Klinik Bad Boll
Oktober 2008 – April 2009: Ausstellung bei Casa-Möbel in München
März-April 2009: Ausstellung in der Galerie 2art, München
Ornamente der Natur
Die Arbeiten von Ingrid Kern stehen in unmittelbaren Zusammenhang mit der kameralosen Fotografie. Sie hat jedoch für sich eine ganz eigenständige, von Ihr auch technisch umgesetzte Betrachtungsweise entwickelt, die in einer langen Tradition steht. Die Bezüge zur Historie der Fotografie liegen auf der Hand, sind jedoch in keiner Weise die Intentionen der Fotografin, die eigentlich keine ist, weil Innenarchitektin. Und so gibt es für Ihre Arbeiten keine Vorbilder, noch Anleihen bei der Bildenden Kunst.
Wenn man so will sind Ingrid Kerns Bilder autark. Die Stücke werden in der Natur gesammelt, sind Fundstücke des eigenen Lebensraumes. Es sind Wiesen- und Gartenblumen. Als Ganzes und in Teilen: Blätter, Blüten, Staubgefäße. Es können auch kleine Lebewesen sein; Insekten oder eine Heuschrecke. Oder die banalen Dinge des Alltags, die bei genauem Sehen Ihr Eigenleben entwickeln: Bändel, Schnüre und Netze, in denen Lebensmittel verpackt werden. Erst seit kurzer Zeit beschäftigt sich Ingrid Kern mit diesem Mikrokosmos alltäglicher Dinge. Und es ist Ihr zur wahren Obsession geworden, die ständig neue Formen gebiert.
Ingrid Kerns Bilder leben von der Wechselbeziehung zwischen Profession und freier Tätigkeit. Wer ein Gefühl für Räume hat, weiß auch Flächen zu gestalten. Wer für Fassaden und Innenräume Farbkonzepte entwickelt, der kann seine eigenen Bilder aus dem Kopf in die Realität holen. Ingrid Kerns Diagramme, wie Sie Ihre Arbeiten folgerichtig nennt, weil sie den Fotoapparat nicht benötigen, erschließen einen Kosmos, der auf diese Weise nie bewusst wahrgenommen wird. Das Auge muss sich dem eines Insektes angleichen und die Welt aus dessen Sicht sehen.
Und doch sind Ingrid Kerns Bilder keine Naturfotografie. Es sind die Sehstücke einer unbekannt fernen und doch so nahen Welt.
Hans-Eberhard Hess
Herausgeber von Foto International


